VCÖ-Initiative: In der Steiermark bereits mehr als 500 Problemstellen für den Radverkehr gemeldet 

VCÖ (Wien, 28. März 2025) – Mit dem Frühling nimmt der Radverkehr wieder deutlich zu. Die Mobilitätsorganisation VCÖ weist darauf hin, dass in der Steiermark rund 250.000 das Fahrrad täglich oder mehrmals die Woche als Verkehrsmittel nutzen. Der VCÖ möchte nun gemeinsam mit der Bevölkerung aufzeigen, wo es Problemstellen für den Radverkehr gibt. Diese können bis Ende April in eine Online-Karte auf www.vcoe.at eingetragen werden. Der VCÖ leitet diese gesammelt an die zuständige Gemeinde oder Stadt weiter. Bereits mehr als 500 Problemstellen in 71 Gemeinden wurden gemeldet. 

Drei von vier Haushalten in der Steiermark besitzen zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad. Rund 250.000 nutzen das Fahrrad täglich oder mehrmals die Woche als Verkehrsmittel, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Weitere rund 270.000 sind zumindest gelegentlich mit dem Fahrrad mobil. Dazu kommen noch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. “Das Fahrrad ist ein ideales Verkehrsmittel. Radfahren ist gesund, kostengünstig, platzsparend und umweltfreundlich. Es sind zunehmend mehr mit dem Fahrrad mobil. Umso wichtiger ist es, die Bedingungen zum Radfahren laufend zu verbessern”, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest. 

Der VCÖ ermöglicht nun der Bevölkerung, Problemstellen für das Radfahren zu melden und in eine Online-Karte auf www.vcoe.at einzutragen. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet sie dann der zuständigen Gemeinde oder Stadt weiter. “Durch dieses Instrument der Bürgerinnen- und Bürger-Beteiligung erhalten Gemeinden und Städte wertvolle Informationen und können vor Ort prüfen, welche Möglichkeiten der Verbesserung es gibt”, erklärt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.

Und die Bürgerinnen und Bürger nutzen diese Möglichkeit. In der Steiermark wurden bereits mehr als 500 Problemstellen in insgesamt 71 Gemeinden und Städten in die Online-Karte auf www.vcoe.at eingetragen. Am häufigsten beklagen die Bürgerinnen und Bürger das Fehlen eines Radwegs. Auch gefährliche Stellen, zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs sowie Mängel bei Radwegen werden häufig genannt. Noch bis 30. April können Problemstellen in die Online-Karte des VCÖ auf www.vcoe.at eingetragen werden.  

Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in der Steiermark sehr groß: Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, was eine ideale Radfahrdistanz ist, macht der VCÖ aufmerksam. Die Gemeinden und Städte können durch ihre Verkehrsplanung der Bevölkerung das Radfahren erleichtern. Unternehmen können wiederum Anreize schaffen, damit mehr Beschäftigte mit dem Rad zur Arbeit fahren, etwa durch Bewusstseinskampagnen oder steuerbegünstigte Leasing-Fahrräder. Auch als Zubringer zu Bahnhöfen oder Haltestellen ist das Fahrrad ein ideales Verkehrsmittel, wenn es dort gute und ausreichend Fahrradabstellplätze gibt. 

“Die Erfahrungen zeigen: Gemeinden und Städte, die gute Bedingungen zum Radfahren schaffen, werden von der Bevölkerung mit mehr Radverkehr belohnt. Und das bringt vielfachen Nutzen für Gesundheit, Umwelt und auch für alle, die weiter Autofahren. Denn je mehr aufs Fahrrad umsteigen, umso weniger Staus gibt es auf der Straße”, verdeutlicht VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. 

Problemstellen für Radverkehr eintragen: https://map.vcoe.at/radfahren/

Der “VCÖ – Mobilität mit Zukunft” ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem. Die Sichtweise des VCÖ ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen. Der VCÖ wurde im Jahr 1988 gegründet.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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