Skispringen: Daniel Tschofenig ist Gesamtweltcupsieger 2024/25

Eine historische Skisprung-Saison fand am Sonntag mit einem neuen Weltrekord des Slowenen Domen Prevc auf dessen Heimatschanze in Planica ein würdiges Ende. In einem Jahr, in dem die österreichischen Weitenjäger mehrere historische Rekordmarken pulverisierten, wurde im vorletzten Flug der Saison ausgerechnet der acht Jahre alte Weltrekord von Stefan Kraft von 253,5 Metern (aufgestellt am 18. März 2017 im norwegischen Vikersund) um einen ganzen Meter überboten und liegt nun bei 254,5 Metern. 

Der große Sieger der diesjährigen Saison ist dennoch ein Österreicher: Der 22-jährige Kärntner Daniel Tschofenig ist der Nachfolger von Landsmann Stefan Kraft als Gesamtweltcupsieger.

Trotz einer Aduktoren-Verletzung im Zuge der Sommervorbereitung gelang Daniel Tschofenig in dieser Saison im Dezember im polnischen Wisla der erste Weltcup-Sieg seiner Karriere. Diesem folgten im Lauf des Winters sieben weitere Einzelerfolge, was ihm am Ende erstmals die große Kristallkugel einbrachte.

Österreicher brechen fast alle Rekorde

Die österreichischen Adler haben heuer dominiert: Durch den vollen Erfolg gegen Deutschland und gegen die slowenischen Gastgeber im letzten Teambewerb der Saison am gestrigen Samstag fixierte das Team von Cheftrainer Andreas Widhölzl zum dritten Mal en suite den Sieg im Nationencup. 

Die Ski Austria Adler sorgten heuer für 42 Einzel-Podestplätze (Rekord) und beendeten den Winter mit einem neuen Punkterekord von 8.343 souverän vor Deutschland (4.523). Zudem gewann die österreichische Equipe mit neuem Rekordvorsprung: In der Saison 2009/10 lag Österreich 3.741 Punkte vor Norwegen, 79 Zähler mehr waren es diesmal mehr gegenüber den ersten Verfolgern aus Deutschland.

In der Einzelwertung standen bei der Siegerehrung nur Österreicher am Podest. Erstmals in der langjährigen Weltcup-Geschichte fanden sich ausschließlich Springer aus einer Nation am Stockerl. Neben Daniel Tschofenig flankierten am Ende der vierfache WM-Medaillengewinner Jan Hörl (zweiter Platz) sowie Skisprung-Legende Stefan Kraft auf dem dritten Rang das rein rot-weiß-rote Siegerbild der Gesamtwertung. In derselben Reihenfolge übrigens wie beim historischen Dreifacherfolg der österreichischen Adler bei der diesjährigen Vierschanzentournee.

Hayböck würdig verabschiedet

Abschied nehmen hieß es von Michael Hayböck, der außer Konkurrenz nach dem ersten Durchgang seinen letzten Sprung absolvierte und seine Karriere damit beendete. Der 34-Jährige feierte fünf Weltcup-Siege im Einzel und zwölf mit dem Team. Bei der Vierschanzentournee 2014/15 wurde er Zweiter, bestes Ergebnis im Gesamtweltcup war der vierte Platz in der Saison 2015/16. Sein Weltcup-Debüt hatte Hayböck vor 15 Jahren gegeben.

Foto: EXPA

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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